Systemische Beratung

Systemische Therapie bezeichnet eine Vielzahl psychotherapeutischer Ansätze, die sich zunächst als „Familientherapie“ etablierten. Inzwischen konnten sich vom Familien-Setting unabhängige, wissenschaftliche Konzepte und beraterische Vorgehensweisen entwickeln. Somit existiert die Systemische Therapie mit folgenden Grundgedanken als Einzel-, Paar- und Familientherapie:
- Wahrung der Autonomie der hilfesuchenden Personen
- Beachtung der Eigendynamik im System der zu beratenden Personen
- Berücksichtigung der Umwelt bzw. des Kontextes
- Veränderung konstruierter Wirklichkeiten

Die Systemische Beratung möchte helfen, in herausfordernden Lebenssituationen und konkreten Problemen, die eigenen Ressourcen und Möglichkeiten zu erkennen, zu nutzen und evtl. auch zu erweitern.
Es hat sich als sehr hilfreich erwiesen die eigene Lebensgeschichte bzw. das aktuelle Leiden gemeinsam aus unterschiedlichen Positionen / Blickwinkeln zu betrachten. Ein möglicher Perspektivenwechsel eröffnet oft schon  erste Lösungsansätze. Hierbei kann es von Vorteil sein, wenn ein Paar, eine Familie oder Beziehungsgefüge zusammen in die Beratung kommen.

Kerngedanke bei aller systemischer Beratung ist die gedankliche Erweiterung der  herkömmlichen, klassischen Kausalitäts-Prinzipien von z.B. Ursache-Wirkung, Verursacher-Opfer Relationen.

Lebenskrisen können Angst machen und bedrohen: „Ich habe mein Leben nicht mehr im Griff.“ In der systemischen Beratung wird untersucht wie es dazu kommen konnte – dann aber auch, wo es hinführen kann: zu etwas ganz Neuem, durchaus Guten. Wie hoffnungslos eine Situation momentan auch ausschauen mag – die Krise bietet auch die Chance für persönliche Veränderung und Wachstum. Dies geht einher mit Veränderungen der ursprünglichen Situation und Neuerungen im (Beziehung-)Kontext.

Systemische Beratung